Katharina Fuhrer

Gemeindereise 2018 nach Armenien

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Armenien-Reisegruppe bei der Basilika von Kassach

Reise nach Armenien

Im Herbst unternahmen 20 Personen der Reformierten Kirchgemeinde Olten eine Reise ins älteste christliche Land der Welt: nach Armenien.


Katharina Fuhrer,

Alle kennen die Radio-Eriwan-Witze – aber wo genau liegt eigentlich Eriwan? Eine neugierige Gruppe von Oltnerinnen und Oltnern machte sich am 16. September unter der Leitung von Pfarrerin Katharina Fuhrer auf, um sich auf einer zehntägigen Reise ein eigenes Bild von dieser Stadt und von Armenien zu machen. Sie erlebten ein faszinierendes Land der Berge und Pässe, der Weitblicke über Gebirge und tiefe Täler. Am Horizont ragte fast immer der 5137 Meter hohe Ararat, auf dem Noah nach der Sintflut mit seiner Arche gelandet sein soll. Einst lag er im Zentrum grosser Armenienreiche, heute zur grossen Trauer der Armenier jenseits der Grenze in der Türkei.

In der Grossstadt Eriwan ist von dessen vieltausendjähriger Geschichte heute nicht mehr viel zu erkennen, es ist eine moderne, lebendige Stadt, die zum Flanieren und am Abend zum Besuch des prächtigen Wasserspiels auf dem Platz der Republik einlädt. In Jerewan liegt auch das eindrückliche Denkmal, das an den grausamen Genozid an den Armeniern durch die Jungtürken im Jahr 1915 erinnert.

Die Fahrt im komfortablen Bus durch atemberaubende Landschaften führte uns zu den zahlreichen alten Klöstern, für die Armenien berühmt ist. Ehemals Zentren des Mönchslebens und der Bildung, sind sie heute meist nur noch Wallfahrtsorte mit wenigen Mönchen oder ganz verlassen, aber in den letzten Jahren oft wieder schön renoviert. Die relativ kleinen Kirchen, aussen mit kunstvollen Verzierungen, innen schmucklos einfach, auf Bergvorsprüngen oder zuhinterst in schwer zugänglichen Tälern gelegen, erzählen von der langen eigenständigen christlichen Geschichte Armeniens, das erste Land mit dem Christentum als Staatsreligion seit dem Jahr 301.

Ein besonderes Erlebnis war eine ruppige Fahrt auf den 3300 Meter hohen Ughtasar mit uralten Felszeichnungen, (dessen Gipfel allerdings oltenmässig von dickem Nebel umhüllt war).

Die Reise bleibt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als rundum gelungene Unternehmung in Erinnerung. Zur guten Stimmung trug neben dem Wetterglück auch die Leitung der Reise bei. Katharina Fuhrer hielt ihre Schäfchen mit guter Laune, sanfter Hand und geistigen und leiblichen Bettmümpfeli zusammen. Die kundige Reiseführerin Aida brachte uns die wechselvolle, oft leidvolle Geschichte und die eigenständige Kultur Armeniens kompetent und auch mit Humor und Radio-Eriwan-Witzen gewürzt näher. Fazit: Armenien ist eine Reise wert.

Andreas Lötscher, Reiseteilnehmer
Bereitgestellt: 02.11.2018     Besuche: 42 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch