Doris Bürgi-Smonig

Blocknachmittag 3.Klasse Stadt Olten

8.Sept. 2021 3.Klasse Olten (Foto: Isabella Helfenstein)

„Ich bin zuerst“, „Nein, ich“, So fängt ein kleiner Streit an, der sich im Lauf des Lebens der zwei Buben zu einem grossen Konkurrenzkampf ausweitet.
Regula Eichelberger-Barth,
Gut hat wenigstens jeder einen Elternteil, der ihn mehr liebt, als den anderen.
Wie ist das in unserer Familie? Wen mögen wir, oder mit wem haben wir Mühe?
Die Drittklasskinder vom Waldreliblock haben ihre Familien mit Tannenzapfen, Steinen, Rinde und anderen Materialien gelegt und erzählen. So lernen sich alle etwas besser kennen.
Sind es eher Hobbys wie Klettern oder mehr die Musik welche Gemeinsamkeiten darstellen?
Als nächstes geht es aber, wie bei Jakob und Esau darum, im Wettkampf besser zu sein, als die anderen.
Wie Jakob mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gehen, oder wie Esau Schafe scheren (Ballone mit Rasierschaum rasieren), beim Wettrennen die flüchtenden Tiere verfolgen oder beim Gemüse rüsten ein feines Essen kochen. Schon bald brennt ein Feuer, auf welchem die Linsensuppe dampft. Nicht alle würden ein Erstgeburtsrecht für diesen Schmaus verkaufen. Schlangenbrot gefüllt mit Schoggi ist da schon eher nach dem Geschmack der Schülerinnen.
Wie Jakob sich nun auch noch mit Fellen, welche er um die Arme bindet, den Segen erschleicht, sehen und hören die Kinder im nächsten Teil der Geschichte.
Den Segen des Vaters muss sich keines der Kinder erschleichen. Sie wählen sich einen Segensspruch aus, welchen sie mit farbigem Sand und Federn zu kleinen Kunstwerken verarbeiten. Dass sich Jakob mit dem erschlichenen Segen ziemlich viel Ärger eingehandelt hat und flüchten muss ist eine unschöne Wendung. Seine Begegnung mit Gott bei der Himmelsleiter bildet an diesem Nachmittag vorerst den Schluss.
So gehen auch alle Schülerinnen mit dem Segen und der Zusage, dass Gott sie auch auf schwierigen Wegen begleitet, fröhlich zurück in den Alltag. Aus der anfänglich gemachten Aussage, „Ich wollte gar nicht kommen“ ist, „es war alles toll“ geworden.

Roswitha Holler-Seebass
Bereitgestellt: 16.09.2021     Besuche: 108 Monat 
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