Doris Bürgi-Smonig

Religionsblocktag 4. Klasse in Olten

IMG_7453 (Foto: Doris Bürgi-Smonig)

Um 9:30 war Besammlung am Waldrand. Zwei Jungs und 5 Mädchen nahmen an dem Tag teil. Die meisten Kinder waren sich fremd und so spazierten sie mehr oder weniger schweigend immer zu zweit zur Waldhütte. In einem Kreis stellten wir uns dann alle gegenseitig vor. Langsam tauten die Kinder auf und sammelten gemeinsam Holz, damit wir ein Feuer entfachen konnten. Mit einem Chaoshaufen aus Holz begannen wir das Thema Entstehung der Schöpfung.
Mit Mehl, Salz, Wasser und Hefe durften die Kids ihren eigenen Teig für das Schlangenbrot am Feuer erschaffen.
Bei 8 unterschiedlichen Posten, entdeckten die Jungs und Mädels verschiedene Elemente zur Entstehung der Erde und des Universums und sie mussten sich auch damit auseinandersetzen. Die 4 Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer kamen darin vor. Eine Aufgabe war Tiere im Wald zu finden und sie mit einer Digitalkamera zu fotografieren. Ein Experiment mit Wasser gehörte auch zu einem der Posten. Um die Einzigartigkeit der Kreativität Gottes zu entdecken, mussten sie zwei identische Blätter suchen. An einem Posten konnten sie einen Papierflieger oder einen Eisvogel falten und ihn in der Luft steigen lassen. Mit Feuer durften sie eine Geheimschrift entziffern. An einem Ort konnten sie in der Erde wühlen und während einer Minute Bohnen herauslesen. Mit Hilfe von Sonne, Mond und Sterne konnten sie sich mit Licht und Dunkelheit auseinandersetzen. An einem Posten fanden sie einen Spiegel und durften sich darin selbst betrachten und die eigene Schönheit entdecken. Sehr beliebt war der Znüniposten mit den selbstgemachten Zimtschnecken von Roswitha Holler.
Nach dem Mittagessen wurden die einzelnen Posten ausgewertet und in die richtige Reihenfolge der Schöpfungstage gebracht. So lernten die Kinder den Schöpfungsbericht, wie er in der Bibel steht. Es wurden Parallelen zwischen der Evolutionslehre und dem Schöpfungsbericht gefunden. In den Augen des Schöpfers spielen Raum und Zeit eine andere Dimension als für uns. 1 Tag ist für ihn wie 1000 Jahre und 1000 Jahre sind wie ein Tag.
Wichtig war uns auch, dass die Kinder etwas zur Bewahrung der Schöpfung erfahren und erleben. So erhielten sie den Auftrag den Wald zu säubern und den Abfall nach Papier, Plastik, Glas und Restmüll zu trennen. Danach durften alle ein schönes Moosgesteck mit Waldpflanzen gestalten. Ein ideales Geschenk für die Mütter, denn am folgenden Tag war Muttertag.
Zum Dessert erwarteten uns Fruchtspiessli mit Schoggi. Diese mussten aber zuerst hergestellt werden. Um sich in das Unperfekte und die Einzigartigkeit eines Menschen hineinzufühlen, mussten sie die Früchte blind oder einarmig nach Anleitung schneiden. Nach gelungener Arbeit genossen alle die feinen von Schoggi überzogenen Früchte.
Mit Spiel und Spass ging dann dieser Tag dem Ende zu. In der Schlussrunde erhielten wir sehr positive Feedbacks. Die Kinder waren voller Motivation und Begeisterung dabei. Dieser Waldtag hat uns sehr viel Freude bereitet.
Roswitha Holler-Seebass und Priska Käser-Bernet
Doris Bürgi-Smonig,
Bereitgestellt: 18.05.2022     Besuche: 29 Monat 
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