Brigitte Salvisberg

Abendmusik

Solistes de Berne Schubert 2019-20<div class='url' style='display:none;'>/kg/olten/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-olten.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>241</div><div class='bid' style='display:none;'>6628</div><div class='usr' style='display:none;'>165</div>
3. Abendmusik

«Meilenstein»

Les Solistes de Berne
Fiona Kraege, Michael Rubeli Violinen
Emanuel Bütler Viola
Malcolm Kraege Violoncello
Matteo Burci Kontrabass
Bernhard Röthlisberger Klarinette
Vera Röthlisberger Fagott
Matteo Ravarelli Horn

PROGRAMM

Franz Schubert (1797-1832) Oktett F-Dur D 803
Adagio – Allegro / Adagio
Allegro vivace – Trio
Andante con variazioni
Menuetto, Allegretto
Andante molto – Allegro


Ein Höhepunkt der Kammermusik: Franz Schuberts Oktett F-Dur D 803
Im Jahre 1824 schien es Schubert zu gelingen, seine Schaffenskrise zu überwinden und aus dem Schatten des übermächtigen Ludwig van Beethoven hervorzutreten. Nach einigen unvollendeten Werken (u.a. der berühmten „Unvollendeten Symphonie“) arbeitete er intensiv an mehreren Kammermusikwerken, darunter auch an einem Oktett, welches von Ferdinand Graf Troyer, einem ausgezeichneten Klarinettisten, in Auftrag gegeben worden war. Laut Schuberts eigenhändiger Notiz will er sich „auf diese Art den Weg zur großen Symphonie bahnen“, was mit großer Wahrscheinlichkeit als Anspielung auf die zwei Jahre später komponierte Grosse C-Dur-Sinfonie zu verstehen ist. In vielerlei Hinsicht orientiert sich Schuberts Oktett stark an Beethovens Septett op. 20. Doch kann man gerade hier exemplarisch die Überwindung seiner Minderwertigkeitskomplexe gegenüber Beethoven feststellen. Dem Divertimento-Tonfall, der bei Beethoven dominiert, bleibt er in den Mittelsätzen treu, in den Ecksätzen und im Adagio erklingt aber die für den späten Schubert so typische dramatische und wehmütig beseelte Musik. Das Werk wurde noch 1824 in einem Privatkonzert uraufgeführt, die erste öffentliche Aufführung fand erst 1827 im Wiener Musikverein statt und wurde von der Kritik vor allem wegen seiner enormen Länge (eine gute Stunde) bemängelt. Tatsächlich wurden im Erstdruck auch zwei Sätze weggelassen, die erste komplette Ausgabe erschien erst im Jahre 1872. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war aber klar, dass Schuberts Oktett zu den wichtigsten Kammermusikwerken des 19. Jahrhunderts gehört.

Das Ensemble «Les Solistes de Berne» setzt sich aus Musikern des Berner Symphonieorchesters und Freunden zusammen und tritt in wechselnder Besetzung (Trio bis 15 Musiker) auf, was von den Künstlern ein ausgesprochenes Mass an Sensibilität und Flexibilität abverlangt. «Les Solistes de Berne» haben sich zum Ziel gesetzt, Werke in nicht alltäglicher Besetzung auf die Konzertbühne zu bringen. Durch die Gegenüberstellung von verschiedensten Streich- und Blasinstrumenten entsteht ein Klangfarbenreichtum, der verzaubert. Viele dieser teilweise unbekannten Kompositionen stehen absolut einzigartig in der Musikgeschichte und bereichern in höchstem Masse das gängige Konzertrepertoire.
Anmeldung Konzert ohne Vorverkauf
Die Abendkasse öffnet um 16:30 Uhr
Eintritt: Fr. 25.- / 18.- / 12.-
Nach dem Konzert wird ein Aperitif offeriert
Kontakt: Brigitte Salvisberg
 
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