Ursula Rutschi-Probst

Teamförderungsanlass Pfarrkreis Trimbach

Teamfärderung 2017<div class='url' style='display:none;'>/kg/trimbach/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-olten.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>15</div><div class='bid' style='display:none;'>2252</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>

Die Kirchenkommission Trimbach unternahm am Samstag, 16. September ihren Anlass zur Teamförderung, den nun schon traditionellen Ausflug. Dieses Mal hatte man sich bewusst ein Ziel in der Nähe vorgenommen, die Festung Aarburg...
Erich Huber,
Bekannt und doch meist unbekannt. Beim Nennen des Namens kommt in Sinn „ Vollzugsanstalt für straffällige Jugendliche“ oder wie es offiziell weniger pointiert heisst „ Kantonales Jugendheim“. Geläufig ist allerdings auch weniger freundlich der Ausspruch „Anstalt für Jugendliche, die dem Teufel ab dem Karren gefallen sind“. Doch seit 1972 wird hier sehr viel dafür investiert, Jugendliche zu resozialisieren. Junge Männer können im Heim einen Beruf erlernen, z.B. das Schreinerhandwerk.

Die Führung am frühen Morgen nahm auf diesen Teil der Festung weniger Bezug. Für einmal interessierte der Bau der mächtigen Festungsanlage, die sich über fast 500 Meter auf dem steil aufragenden Felsen über dem Städtchen Aarburg erstreckt. Sie ist die einzig erhalten gebliebene Festungsanlage der frühen Neuzeit der Schweiz und als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft. Der kundige Führer geleitete die Gruppe steile Treppen hinauf und hinab und machte dabei mit ihr einen Ritt durch die Geschichte der Festung. Demnach liess Bern die Burg von 1659 bis 1673 zu einem kaum einnehmbaren Bollwerk gegen die gegnerischen Innerschweizer ausbauen. Von hier aus konnte der Zugang Richtung Olten und Bewegungen der Solothurner auf der Aare kontrolliert werden. Kein allzu harmonisches Bild der alten Eidgenossenschaft zeichnete in diesem Zusammenhang der Burgführer. Die Festung diente an der engsten Stelle zwischen den reformierten Städten Bern und Zürich um das bernische Herrschaftsgebiet zu schützen vor eventuellen Angriffen der katholischen Nachbarn. Garnison, Gefängnis, alle mögliche Funktionen hatte die Festung im Laufe seiner langen Geschichte, wovon die verschiedenen Bauten und Gedenktafeln zeugen. Besonders beeindruckte der 40 Meter in die Tiefe gegrabene Sodbrunnen, der Zugang zum Grundwasser verschaffte.
Nach zweistündiger Führung verliessen die Besucher mit einem prallvollen Rucksack an heimatkundlichem Wissen die denkwürdige Stätte und labten sich bei einem Kaffeehalt im Restaurant Höfe, bevor sie auf dem Wanderweg über der Aare, dem Ruttiger und die Alte Brücke in Olten wieder in Trimbach zu Mittagessen und Austausch angelangten.
Bereitgestellt: 25.09.2017     Besuche: 16 Monat 
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