Nicole Stuber

Ofenfrisch auf dem Zmorge-Tisch

20210130_050606 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Joelle)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/untergaeu/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-olten.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>641</div><div class='bid' style='display:none;'>8431</div><div class='usr' style='display:none;'>27</div>

Eine Aktion vom Teenstreff POP-UP
POP-UP
Teens backen, verkaufen und liefern über 100 Züpfen

Freitag, 29.01.2021
Um 19.15 Uhr ging es los, das Team Zopfflechten hat den Startschuss gegeben. Sie machten den Teig als erstes für die 100 Spitzbuben. Zuerst haben sie den Boden der Spitzbuben gemacht, und dann den Deckel mit einem Herz in der Mitte ausgestochen. Es wurde ausgestochen wie kleine Profis. Einige Helfer hatten auch Freude am «Schnouse», wenn wieder Teigreste herumlagen.
Die Helfer bewunderten die grosse Knetmaschine, so als ob sie einen Alien gesehen hätten. Als der Zopfteig fertig geknetet war, konnten die Helfer den 10 kg schweren Teig rüber zum Verarbeitungstisch tragen. Dort begannen sie mit der Verarbeitung. Zuerst musste der Teig flachgerollt werden, dann wurde er in eine Pressmaschine gelassen. Die perfekt portionierten, viereckigen Stücke musste man nur noch ein bisschen auseinanderziehen und durch eine Rollmaschine lassen, so hatte man fast perfekte Stränge für die Zöpfe. Die Fünfstrangzöpfe waren schwierig und nicht jeder konnte sie auf Anhieb flechten. Aber mit Übung ging es immer besser.
Der Dorf-Beck macht sehr gutes Brot und er freut sich sehr, wenn durch diese Aktion mehr Leute bei ihm Brot kaufen gehen.
Micha Flückiger

Samstag, 30.01.2021
Ich, die rasende Reporterin stehe um 04.15 Uhr auf, mache mich bereit und fahre mit dem Fahrrad zum Dorf-Beck in Kappel. Dort erwartet mich der Projektverantwortliche Stephan Röthlisberger und bringt mich in die Backstube. Es riecht ausgezeichnet. Bevor ich zur Spitzbuben-Crew komme, setze ich mir eine Backhaube und eine Gesichtsmaske auf. Oha, die sind ja alle schon voll bei der Arbeit. Die Helfer bestreichen die gebackenen Böden der Spitzbuben mit Marmelade, bepudern die Oberseiten mit Puderzucker und setzen sie dann profimässig zusammen; Mir läuft schon jetzt das Wasser im Mund zusammen. Die Motivation von Alyssa (Helferin), bereits um 05.00 Uhr hier zu sein, ist, weil sie Spitzbuben sehr gerne hat. Fabrice (Helfer) erzählt mir, dass er noch nie zu Hause Spitzbuben gebacken hat. Und Sonja (Helferin) meint, Bäcker-Konditor wäre ein Beruf für sie. Die ganze Crew ist motiviert und meldet sich bei einem nächsten Einsatz wieder!
Beim Einpacken der Züpfen ist Konzentration gefragt. Das Team von gestern hat ganze Arbeit geleistet. Die 102 bestellten Züpfen werden vorzu gebacken. Sina und Melanie (Helferinnen) nehmen einen Bestellschein, packen entsprechend die korrekte Züpfe(n) in die Tüte, Kleber drauf, rein in den Plastiksack, Spitzbub als Dankeschön dazu, Bestellung mit Quittung auf den Sack tackern und zur nächsten Bestellung. Wow, die beiden machen eine tolle Arbeit.
Draussen ist es immer noch dunkel, Jana, Sonja und Luana (Helferinnen) machen sich am Abholstand bereit. Die Kunden können kommen. Lustig finde ich, dass die drei Verkäuferinnen eine Stirnlampe tragen. Auch mit kalten Füssen vom Stehen, bedienen sie die Kunden sehr freundlich und alle sind bei einem nächsten Einsatz wieder dabei.
Die erste Liefergruppe kommt schon wieder zurück. Jetzt ist meine Neugier geweckt, wie machen die das? Zu Fuss mit Züpfentasche in den Händen geht’s mit einer Karte von Kappel los. Mit Michelle und Lea (Helferinnen) darf ich mit und stelle fest, dass dieser Lieferdienst eine Abenteuerreise wird. Warum? Weil es zuerst über ein offenes Feld geht mit viel Matsch, dann über einen Zaun, danach ein Treppenhaus hoch, Kontrolle aller Türschilder, dann wieder runter, Weg nach hinten, jupiiii Ziel erreicht. Der Einsatz hat sich gelohnt, die Kundin ist sehr zufrieden mit der gelieferten Züpfe. Die Spende fällt gross aus, vielen herzlichen DANK! Zurück beim Dorf-Beck packe ich mein Fahrrad für die nächste Lieferung. Rasant geht es mit Sina und Melanie (Helferinnen) los, uiiii schon sind wir zu weit! Zurück, wo ist die Hausummer 6? Kurzer Anruf bei Josua (Jungleiter), der uns weiterhilft. Jetzt weiss ich auch wo Luzia, unsere Sigristin, wohnt. Ich stelle fest, dass das Ausliefern dieser Züpfen gar nicht so einfach ist. Die Kunden sind sehr zufrieden und finden das Projekt „Ofenfrisch auf dem Zmorge-Tisch“ toll.
Was mich noch brennend interessiert: Wie ist das Projekt entstanden? Stephan Röthlisberger erzählt mir, dass er sich mit dem Dorf-Beck über die Corona-Situation unterhalten habe. Dabei sagte der Dorf-Beck zu ihm, dass er nicht wisse, wie das für sein Geschäft enden würde. Da muss man doch helfen, dachte Stephan Röthlisberger.
Dieses Projekt „Ofenfrisch auf dem Zmorge-Tisch“ hat mir total Spass gemacht und dass ich überall reinschauen, mithelfen und dabei sein durfte. Für mich definitiv ein unvergessliches Erlebnis. Mega cool erlebte ich auch das Mitmachen meiner POP-UP Kollegen, alle waren voll bei der Arbeit, alle haben ihr Bestes gegeben. Cool, wenn man anderen Menschen helfen kann.
Die rasende Reporterin, Joelle


Super, dass am 6. März ein weiterer Einsatz geplant ist.
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Bereitgestellt: 03.02.2021     Besuche: 110 Monat 
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