Nicole Stuber

ökumenischer Berggottesdienst auf dem Born am 21. August

BoGD_002 (Foto: Rolf Stuber)

«Berg als Ort der Offenheit und des Durchatmens»
Rund 100 Personen nahmen am ökumenischen Berggottesdienst auf dem Born teil.

Wohl wegen des unsicheren Wetters erschienen am Sonntag nicht mehr als 100 Besucherinnen und Besucher auf den Born, um am diesjährigen ökumenischen Berggottesdienst aller drei Landeskirchen teilzunehmen, der von Pfarreileiter Stefan Schmitz und Pfarrer Erich Huber zelebriert wurde. Doch jene aus der Region, die da waren, hatten ihr Kommen nicht zu bereuen: Pünktlich zu Beginn der Veranstaltung begann sich der Spätsommer-Nebel aufzulösen, um beschaulichem Wetter mit angenehmen Temperaturen Platz zu schaffen.
Passend zum Ort, stand der Berg im Zentrum des Gottesdienstes. Born – frühhochdeutsch Burn – stehe als Synonym für Quelle, berichtete Stefan Schmitz, und Berge wie der Born seien seit jeher Orte kultischer Verehrung gewesen. Auch in der Bibel spiele der Berg als eine Quelle des Lebens und Wirkens eine wichtige Rolle; das Wort selbst werde mehr als 120-mal erwähnt. «Es ist ein Ort mit besonderem Bezug zu Gott», erklärte Schmitz. Man sei aber nicht nur Gott näher, sondern der Berg sei auch «ein Ort der Offenheit und des Durchatmens, mit einer gesunden Distanz zum Alltag». Hier finde man auch die Zeit, sich einen Überblick über das eigene Leben zu verschaffen und den Alltag neu zu ordnen, respektive diesem wieder gestärkt zu begegnen. Und die Ökumene stehe «für ein Miteinander, um als Türöffner zum Reich Gottes zu wirken».
Pfarrer Erich Huber, der eine Lesung aus dem Lukas-Evangelium ins Zentrum seines Predigtteils stellte, durfte anschliessend den Anwesenden auch die Botschaft überbringen, wohin die Kollektengelder fliessen, nämlich in die «Stiftung Bornkapelle», die sich für den Betrieb und den Unterhalt des Gotteshauses, nur 200 Meter vom Gottesdienstplatz entfernt gelegen, einsetzt. Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Anlass durch das Alphorntrio «Echo vom Born» mit René Arlati, Martin Grimm und Sepp Stadelmann. Für das anschliessende leibliche Wohl mit Bratwurst vom Grill, Zopf, Kuchen, Kaffee und anderen Tranksamen waren der Frauenverein Kappel-Boningen sowie der reformierte Männerstamm besorgt, was sehr viel zum gemütlichen Beisammensein und einem anschliessenden harmonischen Ausklang beitrug.

Text Beat Wyttenbach, Fotos Rolf Stuber
Bereitgestellt: 23.08.2022     Besuche: 101 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch