Sascha Thiel

Verstorbener Haustiere gedenken

3a697f0e-feed-4d3f-a23d-9d8ae01f2f74 (Foto: Sascha Thiel)

Am Sonntag, 15. Februar 2026, fand in der als „Tierfreundliche Kirche“ ausgezeichneten Zwinglikirche Dulliken ein Interreligiöser Trauer-Gottesdienst für Menschen statt, die ihr Haustier haben gehen lassen müssen.
Johannes Böttrich
Unter Leitung des Reformierten Pfarrers und Initiators Sascha Thiel sprachen und sangen Vertreter verschiedener Religionen: Bikkhu Suy Sovann vom Buddhistischen Khmer Kulturzentrum (Walterswil) und Kien Do Trung von der Buddhistischen Jugendvereinigung Thiện Trí, Lena Bueche für die Kirchgemeinde Region Olten, Kerem Adigüzel von der Muslimischen Vereinigung „al-rhaman“ (Zürich) und Gökhan Karabas von der Stiftung Lernforum, letzterer zu einer Geschichte aus dem Koran (Sure 18), in der die Treue eines Hundes geschildert wird, der in einer Höhle „Schlafende“ über 300 Jahre bewacht, als Bild für die Barmherzigkeit Gottes.

Weitere Teilnehmer waren das Team des „Tierdörfli“, Wangen, sowie die Dressur-Reiterin Fränzi Gössi-Zahnd, die über ihr Pferd Filyne berichtete, welches als „nicht-dressierbar“ „ausgemustert“ war, und, als sie sich ihm widmete, sie beide über Jahre viele Erfolge bei Dressur-Wettbewerben erreichten - sie musste ihre Filyne nach einer Krankheit gehen lassen …

Sascha Thiel erwähnte eine in der Januar-Ausgabe des „SPIEGEL“ zitierte wissenschaftliche Studien, nach der die Trauer um ein Tier wesentlich intensiver erlebt werden kann als um einen Menschen - es gibt für dieses „Trauer-Syndrom“ eine besondere Bezeichnung (anhaltende Trauerstörung) und einen Internationalen Krankheits-Code (ICD).

Jeder durfte eine Kerze für ein betrauertes Tier anzünden - es war eine sehr berührende und einzigartige Feier, an der fünf Hunde und ca. 50 Trauernde verschiedener Religionszugehörigkeiten teilnahmen. Die Zeremonie wurden von der Pianistin Maria Anikina am Flügel begleitet.

Dieses bislang einzigartige Angebot einer so berührenden Trauerbegleitung verdient besonders gewürdigt zu werden, unterstreicht sie doch unsere Wertschätzung für unsere geliebten Tier-Seelen, mit denen wir oft einen Grossteil unseres Lebens in enger treuer Gemeinschaft teilen, und unsere Ehrfurcht vor Gottes Einmaliger Schöpfung.“

Bereitgestellt: 17.02.2026     Besuche: 48 Monat 
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