Kinder beleben Friedenskirche
Ab August 2026 betreibt die Kinderkrippe Olten im Riggenbachsaal der Friedenskirche einen Hort. Er bietet Platz für 23 Kindergarten- und Schulkinder.
Daniel Göring
Der Riggenbachsaal befindet sich im Umbau. Der unterhalb des Chorraums der Friedenskirche gelegene Saal ist mit Schutzplanen abgedeckt, ein Teil der Deckenverkleidung wurde demontiert, da und dort hängen Kabel herunter. Auf den etwas über 100 Quadratmetern entsteht die Infrastruktur für einen Kinderhort. Der Raum erhält einen neuen Anstrich, einen direkten Ausgang in den Lichthof und eine Art Trennwand, um einen Bereich für Kinder zu schaffen, die entweder ungestört spielen wollen oder ihre Hausaufgaben machen müssen. Zudem wird die sich in einem Nebenraum befindliche Küche rundum erneuert.
«Freude ist gross»
Am 3. August wird die Kinderkrippe Olten die Türen ihres neuen Horts Bifang-Säli öffnen. 23 Kinder kann er aufnehmen, die sich entweder im Kindergarten befinden oder eine Primarschulklasse besuchen. Neben Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten erhalten die Kinder ein direkt in der Küche zubereitetes Mittagessen sowie Zwischenverpflegungen und zu bestimmten Zeiten Unterstützung bei den Hausaufgaben. Das Betreuungsteam wird rund ein halbes Dutzend Personen umfassen.
«Unsere Freude ist gross, dass wir unseren Hort im Riggenbachsaal betreiben dürfen», erklärt Franco Giori, Präsident der Kinderkrippe Olten. «Die Friedenskirche ist für einen Hort perfekt gelegen, zwischen den beiden Schulhäusern Bifang und Säli.» Mit dem Hort schliesst die Kinderkrippe eine Lücke im Betreuungsangebot. «Wir haben festgestellt, dass es für Kinder, die aus unseren Krippen ‹herauswachsen› und in die Schule kommen, auf der rechten Aareseite zu wenig Betreuungsplätze hat», begründet Franco Giori den Entscheid, einen eigenen Hort aufzumachen.
Echte Partnerschaft
Die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Region Olten vermietet der Kinderkrippe den Riggenbachsaal und übernimmt die Vorbereitungsarbeiten des Raumes. Die Kinderkrippe ihrerseits ist für die Einrichtung und den Einbau der neuen Küche verantwortlich. Franco Giori hat die Gespräche und die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Kirchgemeinde als äusserst konstruktiv erlebt: «Wir können von einer echten Partnerschaft sprechen, von der beide Seiten etwas haben – wir einen Raum und die Kirchgemeinde eine langfristige Mieterin.» Eine Partnerschaft, die sogar so weit geht, dass die Kirchgemeinde ausserhalb der Hortzeiten den Riggenbachsaal weiterhin für einzelne Anlässe benutzen kann.