Neue Geschäftsleitung der Kirchgemeinde ist im Amt
Die neue Führungsstruktur der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Region Olten ist installiert: Anfang Dezember hat die dreiköpfige Geschäftsleitung ihre Arbeit aufgenommen. Das Budget 2026 rechnet mit einem kleinen Ertragsüberschuss.
Daniel Göring,
Die Kirchgemeindeversammlung beschloss Ende Juni 2025 eine neue Struktur für die die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Region Olten. Auf Anfang Dezember hat die neugeschaffene Geschäftsleitung nun ihre Funktion übernommen. Sie besteht aus dem Präsidenten Johan Post, Brigitte Stoffel (Leiterin Verwaltung) und Andreas Wurzer (Leiter Kirchliches Leben). Während Johan Post die Funktion im Rahmen seines Präsidiums ausübt, handelt es sich bei den beiden anderen Positionen um 40-Prozent-Stellen. Wie Johan Post vor der Kirchgemeindeversammlung am 3. Dezember 2025 in der Oltner Friedenskirche ausführte, ist das Trio für die operative Führung der Kirchgemeinde zuständig und entlastet den Kirchgemeinderat, der sich vorwiegend auf die strategischen und übergeordneten Belange konzentriert.
Ebenfalls am 1. Dezember hat Daniel Göring seine Aufgabe als Kommunikationsbeauftragter mit einem 50-Prozent-Pensum angetreten. Alle neuen Funktionen sind Ausdruck des Projekts «Zukunftskirche Olten», mit dem sich die Kirchgemeinde auf die Herausforderungen der kommenden Jahre ausrichtet. Auch wenn sich die neuen Strukturen laut Johan Post noch einspielen müssen, gab er seiner Überzeugung Ausdruck, dass sie sich im Alltag bald bewähren würden.
Eigenfinanzierung 8,7 Prozent
Die 48 Stimmberechtigten der Kirchgemeindeversammlung hiessen das Budget 2026 ohne Gegenvotum gut. Der Voranschlag rechnet bei Einnahmen von 4,17 Mio. und Ausgaben von je 4,16 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 13'000 Franken. Wie Klaus Hert, Leiter Finanzen, erläuterte, hätte ohne die Auflösung von Vorfinanzierungen im Umfang von 63'800 Franken ein Defizit resultiert. Er schob nach, dass die Vorfinanzierungen dazu dienen würden, die Auswirkungen der Abschreibungen zu glätten. Diese sind für 2026 mit 78'100 Franken veranschlagt.
Die Eigenfinanzierung beträgt 8,7 Prozent, was der Leiter Finanzen mit Blick auf die guten Abschlüsse der vergangenen Jahre als verkraftbar einstufte. Auf die Frage aus der Versammlung, wie sich die Finanzen in den nächsten Jahren entwickeln würden, entgegnete Klaus Hert, die Kirchgemeinde sollte über die Runden kommen. Die Planrechnung für die angelaufene Legislatur befinde sich derzeit in Erarbeitung. Die Details sollen an der nächsten Kirchgemeindeversammlung im Juni 2026 präsentiert werden.
Steuerfuss unverändert
An Investitionen plant die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeine Region Olten im nächsten Jahr 313'200 Franken. Sie sind für die Instandstellung des Riggenbachsaals in der Oltner Friedenskirche und des Kirchgemeindehauses Winznau sowie Akustik- und Schallschutzarbeiten und den Ersatz einer Trennwand in der Johanneskirche Trimbach vorgesehen. Die Arbeiten am Riggenbachsaal und im Kirchgemeindehaus Winznau stehen in Zusammenhang mit der Vermietung der beiden Lokalitäten, wie Thomas Rutschi, Leiter Fachkommission Immobilen, darlegte. Im Riggenbachsaal wird der Verein Kinderkrippe Olten ab dem Schuljahr 2026/27 einen Hort für Kindergarten- und Schulkinder betreiben, und das Kirchgemeindehaus Winznau wird ab dem Sommer 2026 der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik ICP als neuer Standort dienen.
Den Steuerfuss beliess die Versammlung auf Antrag des Kirchgemeinderates bei 18 Prozent der einfachen Staatssteuer. Auf einen Teuerungsausgleich für die Gehälter und Entschädigungen verzichtete die Versammlung, ebenfalls wie vom Kirchgemeinderat beantragt.
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