Andreas Wurzer

Doris Bürgi, Fachleitung Bereich Kinder und Jugend, stellt sich vor.

Doris Bürgi (Foto: Doris Bürgi)

Seit diesem Jahr leitet Doris Bürgi den neuen Bereich Kinder + Jugend unserer Kirchgemeinde.
Im Interview erzählt sie, warum neue Wege in der religiösen Bildung nötig sind und was sich für Familien verändert.
Und sie verrät, was ihr persönlich Kraft und Energie gibt.
Andreas Wurzer,
1. Doris, viele kennen dich bereits – aber vielleicht noch nicht alle: Wer bist du und was ist deine neue Aufgabe in unserer Kirchgemeinde?
Ich arbeite seit 2021 in der Kirchgemeinde als Fachstellenleiterin Religionsunterricht. Seit Ende letzten Jahres wurden die beiden Fachstellen zusammengelegt und der Religionsunterricht, sowie die Kinder-, Teenager-, Jugend- und Familienarbeit bilden zusammen den Bereich Kinder + Jugend und ich leite den Bereich. Daneben bin ich verheiratet und wohne mit meiner Familie in Suhr.

2. Du hast dich in den letzten Jahren stark im Religionsunterricht engagiert. Was hat dir an dieser Arbeit besonders Freude gemacht?
Ich liebe die vielfältige Arbeit: organisieren, Konzepte erstellen, unterrichten, neue Ideen entwickeln und umsetzen, Lösungen suchen und finden, … Kein Tag sieht wie der andere aus. Mit einem tollen Team von Religionslehrpersonen und Sozialdiakonen haben wir grössere Hindernisse im Religionsunterricht überwunden. Das macht mir sehr Freude!

3. Mit dem neuen Konzept gehen wir mit dem Unterricht vom Standort Schule zum Standort Kirche. Was steckt hinter diesem Schritt?
Es ist frustrierend mit anzusehen, wie der Religionsunterricht von einem normalen, obligatorischen Schulfach zu einem noch am Rande der Blockzeiten geduldeten Fach gedrängt wird. Diese Entwicklung hat bei mir ausgelöst, dass es wichtig ist, neue Wege zu gehen, denn wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Wir müssen einen Schritt nach vorne machen… Ich hatte viele Gespräch mit Eltern, die mir immer wieder beteuerten, dass ihre Kinder eigentlich gern in den RU gehen, aber sie am späten Nachmittag einfach zu müde dafür seien. Das hiess für mich, dass wir die religiöse Bildung den Begebenheiten anpassen müssen.
Selbstverständlich war in den letzten Jahren mein Job, dass ich an vielen Sitzungen, mit den verschiedenen Partnern viele Gespräche und Überzeugungsarbeit leisten musste. Das war zeiteweise sehr anstrengend.

4. Was verändert sich dadurch konkret für Kinder, Jugendliche und Familien?
Wir haben den kompletten Bereich Religionsunterricht der 5. bis zur 9. Klasse, also inklusive Konfirmation, in Module, die frei wählbar sind, aufgeteilt. Es gibt Pflicht- und Wahlmodule. Jedes Kind bzw. jede Familie entscheidet, mit welchen Themen und an welchen Daten und Orten ihre Kinder mitmachen. Die Module werden von verschiedenen Personen ausgestaltet und unterrichtet. Es ist ein bunter Blumenstrauss an Themen, sowie auch von Kursleitenden.

5. Wenn du an die kommenden Jahre im Bereich Kinder und Jugend denkst: Was liegt dir besonders am Herzen?

Zuerst einmal hoffe ich, dass unser Projekt «Erfolg» haben wird. Erfolg heisst für mich in erster Linie, dass die Kinder, Teenager und Jugendlichen weiterhin den Glauben an Gott entdecken dürfen, gern in unsere Angebote kommen und die Zukunft der Kirche mitgestalten helfen.
Weiter hoffe ich, dass es in den nächsten Jahren möglich sein wird, dass wir die Jugendlichen für eine Kirche begeistern können, die sie selber mitgestalten dürfen. Denn ohne die junge Generation wird es sehr schwierig, dieses grosse Schiff «Kirche» irgendwie über Wasser halten zu können. Wir brauchen die Kinder und Jugendlichen!

6. Zum Schluss persönlich: Was gibt dir Energie – ausserhalb deiner Arbeit in der Kirchgemeinde?
Die letzten vier Jahre haben beruflich viel von mir abverlangt. Ich habe viel über mich gelernt. Meine Familie hat mich immer wieder unterstützt. Mir sind gute Beziehungen zu Freunden wichtig. Ich liebe es zu kochen, zu diskutieren, Leben zu teilen und eine gute Zeit zusammen zu erleben. Einfach bitte keine Dramen! Wenn dann noch Musik, Bücher und die Natur dabei sind, tankt mein Herz und meine Seele auf 😊.

Liebe Doris, vielen Dank für das Interview.
Bereitgestellt: 11.03.2026     Besuche: 16 Monat 
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