Was ist «Spurensuche» in zwei Sätzen zusammengefasst?
Die «Spurensuche» weist den Jugendlichen den Weg zu ihrer Konfirmation. Dies tut sie mit über 30 abwechslungsreichen Modulen, die wir als Ersatz für den bisherigen Religionsunterricht geschaffen haben.
Was macht die «Spurensuche» einzigartig?
Die «Spurensuche» ist an den Familienalltag und damit an die Bedürfnisse unserer Kirchenmitglieder angepasst. Mit dem individuellen Programm respektive den zur Auswahl stehenden Modulen können die Jugendlichen ihren eigenen Weg zur Konfirmation definieren.
Welche drei Module würden Sie besuchen, wenn sie nochmals Jugendliche wären?
Wäre ich heute 14-jährig, würde ich ein Modul aussuchen, das einen Zusammenhang mit dem Judentum hat, weil ich als Jugendliche auf einer Reise in Israel war. Weiter würde ich das Modul «Solidarität und Gerechtigkeit» wählen, da mir diese Werte persönlich wichtig sind. Das dritte Modul wäre «Spiritualität». Darin wird aufgezeigt, wie vielfältig die christliche Tradition und die Beziehung zu Gott sind. Fast alle der Module bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene Wege innerhalb des Glaubens auszuprobieren.
Warum haben Sie ein Punktesystem für die Module eingeführt und eine Mindestpunktzahl definiert, die pro Jahr erreicht werden muss?
Aus Erfahrung wissen wir, dass einzelne Jugendliche fast alle Kurse besuchen wollen, es aber auch Kinder gibt, die nur das Minimum absolvieren. Deshalb haben wir eine Mindestpunktzahl festgelegt, wobei die Hürde bewusst nicht zu hoch angesetzt und für alle Jugendlichen gut erfüllbar ist. Die Punktzahl soll jedoch nicht im Mittelpunkt der «Spurensuche» sein. Sie dient lediglich als Orientierung, was es braucht, um die Konfirmation erlangen zu können. Zentral sind die Erlebnisse und das Interesse an den Modulinhalten.
Wie sind die bisherigen Reaktionen auf die «Spurensuche»?
Wir haben deutlich mehr Anmeldungen für die Konfirmation erhalten als in den vergangenen Jahren. Das allein spricht für die «Spurensuche». Von Eltern haben wir zahlreiche ermutigende Rückmeldungen erhalten, und auch die Jugendlichen reagieren überwiegend positiv. Auf einzelne Module gab es einen richtigen Run von Anmeldungen, weshalb wir diese teilweise doppelt führen. Wir sind zum einen überrascht darüber, zum anderen aber auch erfreut. Wir sehen uns bestätigt, mit der «Spurensuche» auf dem richtigen Weg zu sein.
Wie geht es weiter?
Die «Spurensuche» ist nach den Schulferien gestartet, die ersten Module haben stattgefunden. Wir werden laufend Erfahrungen sammeln und die Meinung der Jugendlichen einholen. Zudem werden wir den Eltern einen kurzen Fragebogen schicken, um zu erfahren, wie die Reaktionen der Kinder zu Hause gewesen sind.
Ziel der Befragungen ist, dass wir die Module optimieren und den Jugendlichen ein noch besseres Erlebnis bieten können. Die Planung für das nächste Schuljahr hat bereits begonnen, wir haben verschiedene Ideen für neue oder angepasste Module «im Köcher».
Mehr Informationen über die «Spurensuche» finden sich
» hier.